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Archiv für die Kategorie ‘Auktionen’

Saxobank auf dem Sprung

2. März 2012 Keine Kommentare

Saxobank, bekannt durch seinen Handel mit Aktien, Fonds und anderen Finanzpapieren, erblickte im Jahr 2001 das Licht der Welt. Es bekam in diesem Jahr die Banklizenz und ist heute mehr oder minder bei Radsportfans bekannt. So ist die Firma seit einigen Jahren Sponsor eines Radrennstalls. In früheren Jahren wurde die Firma unter dem Namen “Midas Fondsmæglerselskab” geführt. Bekannt ist die Firma insbesondere für Risikobereitschaft, eine Eigenschaft, die bei Brokern und Finanzdienstleistern wohlwollend akzeptiert wird, solange am Ende des Jahres eine gute Bilanz herauskommt.

Wie selbstbewusst die Saxobank mit diesem Risiko umgeht, zeigt sich in ihrem neusten Videoclip. Ein Basejumper, ausgerüstet mit einem Smartphone, auf welchem das Firmenlogo eingeblendet wird, erzhält von seinen Emotionen beim Sprung. “Wenn ich die Spitze erreicht habe, befinde ich mich bereits in freiem Fall (“When I reach the top, I am already in free fall.”) Eingeblendet wird die Information, dass der todesmutige Adrenalinjunkie inbegriff ist, ein Aktiongeschäft im freien Fall zu tätigen. Dann wird es ersteinmal ruhig. Die Spannung steigt. Der Hubschrauber, der den Sportler heraufbefördert hat, entfernt sich langsam. Nun kommt es zum dramatischen Moment, auf den der Zuschauer wartet: Den Sprung!


Das Signal ist klar. Die Saxobank möchte darauf aufmerksam machen, dass sie jedes riskante Geschäft meistern kann. Genau wie der Sportler stellt sie sich der Gefahr und geht schlußendlich als Gewinner hervor. In einem “Making of” findet sich auf der Seite eine verlängerte Version des Clips, in der der Sportler auf seine Gefühle während des Sprungs eingeht. Führ ihn, so beteuert er, ist jeder Sprung eine neue Erfahrung und eine neue Herausforderung. Gut möglich, dass Saxobank hier Parallelen zu sein Tagesgeschäft sieht.

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Oscars werden versteigert

28. Februar 2012 Keine Kommentare
cc by fotopedia/ Dave_B_

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Bereits vor einigen Wochen sorgte die Versteigerung der Oscar-Statuette, die Orson Welles einst für sein filmisches Meisterwerk „Citizen Kane“ erhalten hatte, für Schlagzeilen. Am Ende zahlte der Meistbietende umgerechnet rund 660.000 Euro für den Goldjungen. Die US-Filmakademie hatte jahrelang zuvor versucht, gegen Auktionen wie diese vorzugehen, jedoch ohne Erfolg.

Nun kommen, kurz nach der aktuellen Oscar-Verleihung, wieder 15 Statuetten im Auktionshaus Nate Sanders in Los Angeles, das auch bereits den Welles-Oscar versteigerte, unter den Hammer. Die Academy kritisierte dies heftig, denn den Preis sollte man für seine künstlerischen Verdienste erhalten und nicht einfach kaufen können. Jedoch gibt es keine rechtlichen Möglichkeiten die Auktion zu verhindern.

Unter diesen 15 Oscars befindet sich wieder einer, der für „Ciziten Kane” vergeben wurde. Es handelt sich um den Goldjungen, den Herman Mankiewicz 1941 zusammen mit Orson Welles für das „Beste Drehbuch“ erhielt. Alle Statuetten zusammen werden auf einen Gesamtwert von rund einer Million Dollar geschätzt.

Auktion: Brief von Albert Einstein an Walther Rathenau

21. Februar 2012 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ Deutsches Bundesarchiv

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Albert Einstein ist in den Augen vieler sicherlich eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des letzten Jahrhunderts. Wie dies bei vielen solcher berühmten Charaktere ist, sind Stücke aus deren Nachlass ein Vermögen wert. So wird in der Galerie Fischer in Luzern im Juni ein Brief von Albert Einstein an den jüdischen Industriellen und Politiker Walther Rathenau versteigert.

Einstein machte sich in dem Schreiben für kleine Staaten wie die Schweiz stark. Einstein war bekanntermaßen selbst Deutscher, war dann staatenlos bis er 1901 die Schweizer Staatsbürgerschaft erwarb. Ab 1940 bis zu seinem Tod im Jahr 1955 war er zusätzlich US-Bürger. Der Brief an Rathenau stammt aus dem Jahr 1917.

Rathenau wurde im Jahr 1922, ein Jahr nachdem Einstein den Physik-Nobelpreis bekommen hatte, zum Reichsaußenminister. Noch im selben Jahr wurde er von rechtsextremen Attentätern ermordet. Der Brief von Einstein an ihn gehört zu einer privaten Sammlung und wird derzeit auf umgerechnet bis zu 29.100 Euro geschätzt.

Großbritannien: Fund seltener Mozart-Partitur

14. Juni 2011 Keine Kommentare
Quelle: wikimedia

Quelle: wikimedia

Ab und an kann man beim Durchsuchen von vermeintlich altem Trödel wahre Schätze entdecken. Dies zeigte sich aktuell in der Stadt Reading bei London. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin der Wohntätigkeitsorganisation Oxfam entdeckte mitten zwischen altem Papierkram eine seltene Partitur von Wolfgang Amadeus Mozart.

Die sechs kurzen Sonaten stammen aus dem Jahr 1765 als der achtjährige Mozart sich in London aufhielt. Dem Deckblatt ist zu entnehmen, dass das Werk Ihrer Majestät Charlotte, Königin von England, gewidmet ist.

Oxfam nahm sofort Kontakt mit dem Auktionshaus Sotheby’s auf, wo das Stück Musikgeschichte eigentlich auch versteigert werden sollte. Doch kurz vorher meldete sich eine Frau im Pavillon, die sagte, dass sie die Partitur nur aus Versehen Oxfam gespendet hatte. Wenn sie nun nachweisen kann, dass sie die Spenderin ist, wird Oxfam den kleinen Schatz wieder zurückgeben müssen, andernfalls wird die Partitur versteigert werden.

Auktion: Rekordpreis für „La Lecture“ von Pablo Picasso

11. Februar 2011 Keine Kommentare

Erst im letzten Jahr erreichte das Gemälde „Nackte, Grüne Blätter und Büste“ von Pablo Picasso beim Auktionshaus Christie’s in New York mit rund 80 Millionen Euro den höchsten Preis, der jemals bei einer Auktion für ein Kunstwerk erzielt wurde. Modell stand dem Meister für das Ölbild seine erst 17 Jahre alte Geliebte Marie Thérèse Walter.

Nun wurde ein weiteres Bild, das auf abstrakte Weise die junge Geliebte zeigt, für einen Preis deutlich über den Schätzungen versteigert. Es handelt sich dabei um „La Lecture“, das Picasso 1932 malte und das junge Mädchen schlafend in einem Lehnstuhl darstellt.

Die Experten hatten es auf 12 Millionen Pfund geschätzt. Am Ende kämpften sieben Bieter im Auktionshaus Sotheby`s um den Zuschlag, so dass es schließlich für stolze 25,2 Millionen Pfund den Besitzer wechselte. Picasso selbst war 45 Jahre alt als er seine junge Muse kennenlernte. Aufgrund ihres Alters und weil er verheiratet war, hielt er die Affäre lange geheim, weshalb die Bilder mit Marie Thérèse in manchen Augen besonders pikant sind.