Ab und an kann man beim Durchsuchen von vermeintlich altem Trödel wahre Schätze entdecken. Dies zeigte sich aktuell in der Stadt Reading bei London. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin der Wohntätigkeitsorganisation Oxfam entdeckte mitten zwischen altem Papierkram eine seltene Partitur von Wolfgang Amadeus Mozart.
Die sechs kurzen Sonaten stammen aus dem Jahr 1765 als der achtjährige Mozart sich in London aufhielt. Dem Deckblatt ist zu entnehmen, dass das Werk Ihrer Majestät Charlotte, Königin von England, gewidmet ist.
Oxfam nahm sofort Kontakt mit dem Auktionshaus Sotheby’s auf, wo das Stück Musikgeschichte eigentlich auch versteigert werden sollte. Doch kurz vorher meldete sich eine Frau im Pavillon, die sagte, dass sie die Partitur nur aus Versehen Oxfam gespendet hatte. Wenn sie nun nachweisen kann, dass sie die Spenderin ist, wird Oxfam den kleinen Schatz wieder zurückgeben müssen, andernfalls wird die Partitur versteigert werden.
Erst im letzten Jahr erreichte das Gemälde „Nackte, Grüne Blätter und Büste“ von Pablo Picasso beim Auktionshaus Christie’s in New York mit rund 80 Millionen Euro den höchsten Preis, der jemals bei einer Auktion für ein Kunstwerk erzielt wurde. Modell stand dem Meister für das Ölbild seine erst 17 Jahre alte Geliebte Marie Thérèse Walter.
Nun wurde ein weiteres Bild, das auf abstrakte Weise die junge Geliebte zeigt, für einen Preis deutlich über den Schätzungen versteigert. Es handelt sich dabei um „La Lecture“, das Picasso 1932 malte und das junge Mädchen schlafend in einem Lehnstuhl darstellt.
Die Experten hatten es auf 12 Millionen Pfund geschätzt. Am Ende kämpften sieben Bieter im Auktionshaus Sotheby`s um den Zuschlag, so dass es schließlich für stolze 25,2 Millionen Pfund den Besitzer wechselte. Picasso selbst war 45 Jahre alt als er seine junge Muse kennenlernte. Aufgrund ihres Alters und weil er verheiratet war, hielt er die Affäre lange geheim, weshalb die Bilder mit Marie Thérèse in manchen Augen besonders pikant sind.
Eine Auktion, für all diejenigen, die wirklich schon alles haben: Neben etlichen Andenken an den legendären US-Präsidenten John F. Kennedy, wie zum Beispiel sein Schaukelstuhl oder eine goldenen Armbanduhr, die er während des Wahlkampfs trug, wird als Highlight der Heritage-Auktion am 17. November ein ganz besonderes „Schmankerl“ angeboten.
Nicht etwa seine Taschen oder sein Stuhl stehen ganz oben in der Beliebtheit der Bieter, sondern die Original-Kuchendekoration zu seinem Geburtstag am 29. Mai 1962. Diesen Kuchen, samt Präsidentensiegel in der Deko bekam er in der legendären Nacht überreicht, in der Marilyn Monroe ihr unvergessenes „Happy Birthday, Mr President“ ins Mikro hauchte.
Ein Detective rettete die Zuckerdekoration nach den Feierlichkeiten bevor sie in den Müll geworfen wurde und schenkte sie seiner Frau. Seitdem ist sie mit dem Paar mehrmals umgezogen und wurde fein-säuberlich im Wandschrank aufbewahrt. Inzwischen ist die Dame verwitwet und hat sich daher entschlossen die Dekoration des Geburtstagskuchens von J.F.K. versteigern zu lassen.
Experten schätzen dieses doch etwas skurrile Andenken auf mindestens 5.000 US-Dollar. Na dann…
Erst vor ein paar Wochen begingen etliche Fans auf der ganzen Welt mal wieder den Todestag von Elvis Presley. So manch einer von ihnen würde sich wohl wünschen, bei der folgenden Auktion mitbieten zu können: Am 6. Dezember 2010 kommt nämlich der blaue Mercedes 600 des King of Rock’n'Roll bei Bonham’s unter den Hammer.
Elvis war bekanntermaßen ein absoluter Autonarr. Zu seinen besten Zeiten soll er rund 200 Wagen sein Eigen genannt haben. Aber nur wenige von ihnen ließ er auf seinen eigenen Namen zu. Dazu gehörte u.a. der berühmte rosa Cadillac und eben auch dieser Mercedes 600.
Er soll den Wagen sehr gerne in seiner Freizeit gefahren haben. 1970 erwarb er ihn. Der Wagen galt damals als echter Meilenstein, denn unter der Haube verbirgt sich ein 6,3 Liter V8-Motor mit 250 PS. Etliche andere Stars und Berühmtheiten wie John Lennon, Elizabeth Taylor, Hugh Hefner oder Fidel Castro besaßen zu dieser Zeit ein Modell.
Elvis schenkte ihn dann seinem Freund James Leroy Robertson in Memphis. 2005 gelangte er nach Großbritannien, wo er gründlich restauriert wurde. Nun hat ein neuer Auto- und Elvisfan die Chance ihn sein Eigen zu nennen. Das Bild des Wagens kann man u.a. hier bestaunen…
Am Wochenende fand mal wieder der Gooding & Company’s Pebble Beach Sale in Kalifornien statt. Die Veranstalter können mehr als zufrieden sein, denn die insgesamt 106 besonderen und seltenen Fahrzeuge, die hier ihren Besitzer wechselten, bescherten ihnen eine absolute Rekordsumme.
Am Ende hatten sie 65 Millionen US-Dollar durch die Auktionen zusammebringen können. Jedes Fahrzeug kostete also im Durchschnitt 609.000 Dollar, wobei ein Wagen diesen Schnitt wohl ordentlich in die Höhe getrieben hat.
Ein seltener 1959 Ferrari 250 GT LWB California Spider Competizione erreichte eine absolute Rekordsumme von 7,26 Millionen US-Dollar (rund 5,7 Millionen Euro)! Der Roadster fuhr 1960 beim 12-Stunden-Rennen von Sebring mit und kam auf den fünften Platz.