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Zeitgeschichte einmal anders betrachten

cc by flickr / Zebranete

Für Modeinteressierte und Fashion Victims die Gelegenheit, ein ganzes Jahrhundert Mode Revue passieren zu lassen, bietet die Berliner Ausstellung “Eleganz und Erotik: „Zeitlos schön“ zeigt 100 Jahre Modefotografie”, die kürzlich in Berlin ihre Pforten für das interessierte Publikum geöffnet hat.

Ausgestellt werden Werke der Modefotografie, die ihre Zeit geprägt haben. Stil, Erotik, Eleganz, jedes Jahr und jede Saison von Modedesignern und Modefotografen immer wieder neu interpretiert, laden zu einer Zeitreise an. An manche Werke kann man sich nicht erinnern, besonders das junge Publikum ist fasziniert davon, wie jung und zeitlos Mode aus weit zurückliegenden Jahrzehnten sein kann. Ein Hauch Erotik ist immer dabei, wenn schöne Frauen und Männer in Designermode abgelichtet werden und die Kamera ihnen zusätzlich Sinnlichkeit verleiht. Mancher ältere Besucher wird sich mit einem sehnsüchtig verklärten Lächeln an eine vergangene Zeit erinnern, wenn er ein bekanntes Modefoto betrachtet. Viele der gezeigten Modelle sind so fantastisch im Design, dass sie nie den Weg in den Katalog eines Versandhauses fanden und für solch triviale Zwecke auch nie gedacht waren. Sie spiegeln die Träume ihrer Zeit vom perfekten Menschen in perfektem Outfit wider.

Dem Charme und der erotischen Anziehungskraft der Bilder kann man sich kaum entziehen. Sie verlocken dazu, mehr über die Zeit und die Zusammenhänge, in denen sie entstanden, sind zu erfahren und sich damit zu beschäftigen, wer hinter der Kamera stand und wie er die Mode seiner Zeit interpretierte und ihr seinen persönlichen Stempel aufdrückte.

Die traumhaft erotischen Modefotos stammen von 80 unterschiedlichen Fotografen, darunter sind Namen wie Helmut Newton und Peter Lindbergh vertreten. Interessante Einblicke bietet das Konzept, das Originalfoto neben der Modezeitschriftenseite, auf der es abgebildet wurde, zu zeigen. Die Wirkung, die das Foto zusammen mit Text und anderen Fotos hat, hilft bei der Interpretation. Für die Ausstellung wurden Fotos aus den Archiven des Herausgebers von Vogue und Vanity Fair verwendet, der diese Schätze damit erstmalig in dieser Zusammenstellung dem deutschen Publikum zugänglich macht.

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